Frisch kochen

Täglich frisch kochen trotz Job

Wie schafft man das eigentlich? Mit dieser Frage bist du definitiv nicht allein. Täglich ein selbst gekochtes Gericht auf dem Tisch zu haben – das ist eben gar nicht so einfach. Denn neben dem Job gibt es ja auch noch allerhand Alltagstrubel und To-Do’s, die einiges an Zeit verschlingen. Wenn du dann abends nach Hause kommst, ist der erste Gedanke natürlich: Jetzt bloß nicht noch kochen. Am nächsten Tag bei der Arbeit holst du dir noch schnell in der Kantine das Tagesgericht oder beim Bäcker ein belegtes Brötchen und zum Nachtisch noch etwas Süßes. Das kann auf Dauer ganz schön teuer werden. Dazu kommt, dass du bei den meisten Sachen auch nicht genau weißt, was eigentlich genau drin steckt. Was kannst du dagegen tun? 

Wir haben dir ein paar nützliche Tipps und Tricks zum Thema frisch kochen zusammengestellt, die dir hoffentlich dabei helfen, öfter mal etwas selbst Gekochtes auf deinen Teller zu bekommen.

Vorab aber noch unsere Top 3 Gründe, warum du und dein Kochlöffel es einmal miteinander versuchen solltet.

3 Gründe, warum selbstgekochtes dein Leben besser macht.

  1. Selbstgemacht spart Geld – wie schon gesagt: täglich eine Mahlzeit zu kaufen kostet langfristig eine Menge Geld, das Du genauso gut in Dinge investieren kannst, die dir wirklich Freude machen. 

  2. Du weißt genau, was drin ist – es ist generell gut zu wissen, was in deinem Essen steckt. Du bist eben, was du isst und deshalb lohnt es sich, bei Nahrungsmitteln etwas genauer hinzuschauen. Insbesondere gilt das natürlich, wenn du dich gesund ernähren willst. Fertigsalate aus dem Supermarkt, der klassische Burger auf die Hand oder die Laugenbrezel vom Bäcker um die Ecke – überall stecken fiese kleine Stoffe drin, die die Lebensmittel schön lange haltbar machen, sie möglichst appetitlich aussehen lassen – und für deine Gesundheit garantiert nicht so toll sind. Selbst kochen heißt also auch, selbst zu bestimmen, womit du deinen Körper versorgst.

  3. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt – das Menü in deiner Kantine wiederholt sich immer wieder? In deiner Umgebung gibt es nur eine Handvoll Restaurants und Bistros? Du hast es satt, dir jeden Tag irgendein anderes halbherzig belegtes Brötchen vom Bäcker zu holen? Dann ist selbst kochen definitiv das Richtige für dich. Denn da fängt es an: Was du kochst, bestimmst schließlich du selbst. Heute Lust auf asiatische Küche, morgen auf Pasta und übermorgen auf Suppe oder Salat? Kein Problem! Du kannst dich ausprobieren und kochen, was dir am besten schmeckt.

Soweit so gut. Und wie funktioniert das Ganze nun in der Praxis? Das erfährst du jetzt.

4 Schritte, mit denen du Job und Selbstgekochtes unter einen Hut bekommst

  1. Planung ist alles – klingt erstmal nicht so schick, ist aber wahr. Wenn du hungrig nach Hause kommst, Lust auf ein leckeres Nudelgericht oder eine selbstgemachte Pizza hast, aber im Kühlschrank herrscht gähnende Leere, dann ist das natürlich eine ziemliche Hürde. Deswegen macht es Sinn, dir vorher zu überlegen, was du gerne essen willst. Leg dir am besten eine Liste mit Gerichten an, auf die du richtig Lust hast und ergänze sie, sobald dir etwas Neues einfällt. Immer wenn du einkaufen gehst, kannst du auf die Liste schauen, ein Gericht auswählen und die entsprechenden Zutaten gleich besorgen. Optimal ist es natürlich, wenn du einmal pro Woche einkaufen gehst und gleich Zutaten für mehrere Gerichte kaufst. Das spart auch wieder Zeit und Geld, denn jeder kennt es: ist man schon mal im Supermarkt, besorgt man noch eben dies und das. Da ist der Einkauf schnell doppelt so teuer wie geplant. Je öfter du in den Supermarkt gehst, desto teurer wird es und desto mehr Lebensmittel landen zuhause, die du eigentlich gar nicht brauchst. Seltener, aber geplant einzukaufen ist also nicht nur gut für den Geldbeutel, es schützt auch vor zu vielen Lebensmitteln im Kühlschrank, die du vielleicht alle gar nicht rechtzeitig essen kannst und die dann ungeöffnet im Müll landen. Lebensmittel gehören nicht in die Tonne. Einmal wöchentlich einkaufen kann dabei helfen, dass das Richtige in den entsprechenden Mengen in deinem Kühlschrank landet. Lass dich davon aber am Anfang nicht stressen. Probiere es einfach mal aus und finde mit der Zeit einen Einkaufs-Rhythmus, der zu dir und deinem Leben passt.

  2. Improvisieren – Plan hin oder her, manchmal kommt es eben anders als man denkt. Du hast es vielleicht nicht zum Einkaufen geschafft und jetzt nicht alle Zutaten für ein bestimmtes Gericht im Haus? Dann ist jetzt deine Kreativität gefragt. Aus etwas restlichem Gemüse lässt sich gut ein schneller Salat zaubern. Oder auch eine Gemüsepfanne, zu der du noch etwas Reis, Quinoa oder Bulgur essen kannst – so etwas hat jeder irgendwo noch im Vorratsschrank versteckt. Du kannst dir auch im Gefrierfach ein paar “Notfallzutaten” ansammeln. Gemüse, etwas Hackfleisch – das lässt sich super einfrieren.

  3. Schritt für Schritt statt volle Kraft voraus – fang erst einmal langsam an. Du musst nicht plötzlich ab Tag 1 perfekt vorbereitet, super ausgestattet und top organisiert sein. Falls du das hinbekommst: Hut ab! Wahrscheinlicher ist aber, dass du nach 4 Tagen genervt aufgibst, weil dir der Stress zu groß ist. Deshalb gilt: Nichts überstürzen! Fang erstmal langsam an, vielleicht mit ein oder zwei selbst gekochten Gerichten in der Woche. Das kannst du langsam aber sicher steigern und dir währenddessen deine ganz eigenen Gewohnheiten und Tricks aneignen. Du wirst merken, dass es dir mit der Zeit nicht nur immer leichter fällt, sondern du auch richtig Lust bekommst, hier und da immer mal wieder ein neues Rezept auszuprobieren und deine Kochkünste zu erweitern. 

  4. Es lebe die Brotdose – Oma wusste es, Mutti wusste es und du weißt es jetzt auch. Ein paar gute Aufbewahrungsdosen dürfen in keinem Koch-Haushalt fehlen. Nicht nur, dass du damit dein selbst gekochtes Essen super transportieren kannst, du kannst damit auch toll mal eine Portion einfrieren, wenn etwas übrig bleibt oder du etwas Vorgekochtes für später aufbewahren willst. Das hilft dir wiederum auch dabei, wenn du trotz Planung mal auf die Schnelle etwas zu Essen brauchst und der Kühlschrank leer ist. Einfach eine Dose aus dem Gefrierfach holen, auftauen, warm machen und voilá. So hast du etwas Leckeres auf dem Teller, ohne auf die Tiefkühlpizza zurückgreifen zu müssen.

So, das war erstmal eine ganze Menge. Wenn du es bis hierhin geschafft hast, dann bist du auf jeden Fall top motiviert, in dein eigenes Koch-Abenteuer zu starten. Also worauf wartest du? An die Kochlöffel, fertig, los!